Montag, 30. August 2010

Salon Bolschewique empfiehlt:

http://zweifelunddiskurs.blogsport.de/

Dienstag, 29. Juni 2010

Die neue Bonjour Tristesse ist online

Die neue Bonjour Tristesse ist nun online.

Alle Texte können unter:

http://bonjourtristesse.wordpress.com

online gelesen werden. Darüber hinaus steht das gelayoutete Heft zum selbst ausdrucken als PDF bereit.


In Halle, Dessau und Leipzig liegt die Bonjour Tristesse an den üblichen Orten aus.

Aus dem Inhalt:

* Editorial
* Die Glaucha-Deutschen. Melanie Hübner über Weltverbesserer mit Lokalkolorit.
* „Pazifisten sind Mörder!“ Die AG Antifa über die Wiederentdeckung des Pazifismus hallischer Linker
* „Eine Perle Sachsen-Anhalts.“ Bernd Schmied im Interview mit Köthens B-Prominenz.
* Kann denn Arbeit böse sein? Martin Dornis resümiert über hallische Arbeitswelten.
* Heimatschutzkommando Ost. Die Linkspartei als Katalysator (ost-)deutscher Sehnsüchte.

* Kurzmitteilungen: The same procedure… …as every day. Wahnsinn, Kuriositäten und Erfreuliches aus der Provinz:
Es war einmal ein Kiez. Das Sternburgviertel am Abgund.
Hauptsache Dreck. Bildungsbürger im Kampf gegen das Böse.
Bauer sucht Frau. Das Neue Theater und und sein Wunschkandidat.
Barbaren unter sich. Magdeburg as it's best.
Satire macht dumm. Kabarett as it's worse.
Wer solche Feinde hat… Die Folgen der Extremismusdebatte.
Halles beliebtestes Schimpfwort. Der HFC und seine Anhänger.
Sachsen-Anhalt – Dein Land! Ausschlafen gegen peinlichen Hip Hop.
Charlotte Roche auf noch dümmer. Die AHA endeckt Körperflüssigkeiten.
Respekt! Bushido als authentischer Sozialpädagoge.
Liebe Oberbürgermeisterin von Halle… Dagmar rettet die Welt.
Böse Früchte. Warum Ökomuttis nicht bei Juden kaufen.

Donnerstag, 17. Juni 2010

Der SALON BOLSCHEWIQUE empfiehlt wärmstens

25. Juni 2010

Vortrag
19.00 Uhr
Halle
Händelhaus
(Große Nikolaistraße 5)

Beethoven, Strauss, Schönberg: Dialektik der Aufklärung in der Musik
Vortrag von Clemens Nachtmann

Im Rahmen des Vortrages wird versucht, durch weit vorangetriebene immanent-musikalische Analyse begrifflich den gesellschaftlichen Gehalt einer Kunst zu dechiffrieren, deren Existenzform gerade das Ungegenständlich-Unbegriffliche ist: der Musik. Dabei wird immanente Analyse ideologiekritisch gegen die kurrenten Methoden der Betrachtung von Musik pointiert: gegen an Gesellschaftlichem desinteressierte musiktheoretische Handwerkelei, soziologische Zuordnungen von
Gesellschaft und Musik sowie biographische Kurzschlüsse von Werk und Person. Anhand von Beethovens „Eroica“, Richard Strauss’ „Heldenleben“ und Schönbergs „Ode an Napoleon“ soll eine Geschichte bürgerlicher Subjektivität entworfen werden, und zwar anhand der in der Figur Napoleon Bonapartes verkörperten Idee des „Heldischen“. Dem Gegenstand entsprechend geht es dabei ums Zuhören – nicht nur der Worte, sondern gerade der besprochenen Musik. Thema des Vortrags, der demonstrieren möchte, dass die Dialektik der Aufklärung sich nicht nur begrifflich erschließen, sondern hörend erkunden lässt, wird also die Frage sein, welche Rückschlüsse das Schicksal ästhetischer Subjektivität auf die Geschichte der realen zulässt.

Der Vortrag, der auf das gesprochene Wort ebenso vertraut wie auf Hörbeispiele am Flügel und vom Band, wird etwa vier Stunden dauern.

Clemens Nachtmann ist Lehrbeauftragter für Komposition, Musiktheorie, Musikgeschichte und Dirigieren an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz (Österreich). Er war Mitglied der Meisterklassen von Friedrich Goldmann und Beat Furrer. Kompositionsauftrag des Berliner Senats für das Ensemblestück „battery
park/NY“ und der Ensembleakademie „Impuls“ (Graz) für ein Ensemblewerk mit dem Klangforum Wien. Zahlreiche Preise (u. a. 3. Preis beim Hanns-Eisler-Wettbewerb für Komposition und Interpretation 2001, 2. Preis bei den „Weimarer Frühjahrstagen für zeitgenössische Musik“ 2004, Boris-Blacher-Preis für Komposition der Neuen Musik 2004, 2. Preis beim Gustav-Mahler-Kompositionspreis 2008). Clemens Nachtmann ist Redakteur der Zeitschrift „Bahamas“.

ag antifa im stura der Uni Halle (http://antifa.uni-halle.de ),
Initiativkreis „Materialien zur Aufklärung und Kritik“
(www.materialien-kritik.de ), Händelhaus Halle (www.haendelhaus.de )

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Filmvorführung: Stau. Stand der Dinge.

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Stau. Stand der Dinge.
Filmvorführung mit Einleitungsvortrag

Der Regisseur Thomas Heise hatte im Jahr 2000 im zweiten Teil seiner Dokumentation jene hallischen Nazis wieder vor die Kamera geholt, die er bereits acht Jahre zuvor in „Stau – Jetzt geht's los“ beim Saufen, Grölen und Pöbeln gefilmt hatte. Heise wollte mit der Fortsetzung zeigen, wie es um seine ehemaligen Protagonisten zu dieser Zeit stand. Unfreiwillig gelang ihm damit allerdings eine Bestandsaufnahme von Verhältnissen, in denen die Unterschiede von organisierten Nazis und ihren ganz normalen Nachbarn verschwimmen. Es sind Verhältnisse, in denen die Gewalt roh und unvermittelt zutage tritt. Der Film zeigt den tristen Alltag in Halle-Neustadt. Mittlerweile sind die Nazis von gestern älter und auch äußerlich kaum noch von anderen Neustädtern zu unterscheiden. Zu reden sein wird also über ganz alltägliche Gewalt, die sich gegen die eigene Frau, die eigenen Kinder, den Ausländer an der Ecke oder gegen den Nachbarn, der zu laut Musik hört, richtet. „Stau“ bietet Einblicke in eine Gesellschaft, in der ärmliche Gestalten ihr aussichtsloses Leben leben. Sie haben kaum eine Chance auf Verbesserung. Trotz dieser zutiefst menschenunwürdigen Umstände ist Mitleid allerdings nicht angebracht. Denn diese Menschen reflektieren nicht auf ihre Situation. Sie bemühen sich nicht um Einsicht in die irrationalen Verhältnisse. Sie machen dagegen Juden und Ausländer für ihr Unglück verantwortlich. Für sie gilt das Recht des Stärkeren, das sie stets brutal umzusetzen bereit sind. Ein NPD-Parteiausweis ist dabei ebenso irrelevant wie das Bekennen zum „Nazisein“. Dass die Situation hier in der Zone so unangenehm ist, liegt vor allem an jenen ganz normalen Jugendlichen, die so reden, denken und manchmal auch so handeln wie Nazis.

Johannes Alberti ist Mitglied des Arbeitskreises „Materialien zur Aufklärung und Kritik“.

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Lesung: Ehrenamt

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Ehrenamt – zwischen Förderantragsbusiness und freiwilligem Reichsarbeitsdienst

An allen Ecken und Enden der Republik wird gehämmert, geschraubt, gebastelt, gefegt und geschoben – freiwillig, versteht sich. Ohne Ehrenämter stünde die Bundesrepublik am Abgrund: Das Gesundheitssystem würde kollabieren, Fernverkehrsstraßen würden sich aufgrund verdreckter Krötentunnel in Lurchfriedhöfe verwandeln, und die Selbstmordrate würde infolge des Zusammenbruchs der Telefonseelsorge in die Höhe steigen. Anders als oft behauptet, ist die Ehrenamts-Offensive, die seit einigen Jahren zu beobachten ist, jedoch weniger dem Rückzug des Staates geschuldet. Sie ist vielmehr Ausdruck einer Ausweitung des Staates in die Gesellschaft. Wenn Ex-Kanzler Gerhard Schröder erklärt, dass nicht der omnipräsente, sondern der "aktive und aktivierende Staat stark" sei, wird signalisiert: Der Staat nimmt seine Aufgaben nicht zurück, sondern betreibt ihr Outsourcing – in seine jeweiligen Bürger hinein. Das Ehrenamt scheint den Rest seines philanthropischen Charakters zu verlieren und sich in einen Dienst am Staat, in eine Art freiwilligen Reichsarbeitsdienst, zu verwandeln. Doch nicht nur das: In dem Maß, in dem der Staat seine früheren Aufgaben und Befugnisse in Vermittlung über Freiwilligenagenturen, Fördertöpfe und Aktionsprogramme an die Gesellschaft delegiert, entsteht ein – durchaus lukratives – Freiwilligen- und Förderantragsbusiness. Das bisherige institutionelle Gefüge wird durch das Hauen und Stechen der verschiedenen Klüngel und Cliquen abgelöst, die um die Fördertröge konkurrieren. Welche Ursachen der aktuelle Ehrenamts-Boom hat, was sich an ihm über den gegenwärtigen Stand von Gesellschaft ablesen lässt und warum die Parole "Jetzt wird gedessauert", mit der das Bauhaus Dessau derzeit für eine neue städtische Ehrenamts- und Imagekampagne wirbt, nicht nur aufgrund der Tatsache, dass Dessau eben nicht nur für das Bauhaus und Kurt Weill bekannt ist, Schlimmes befürchten lässt, erläutert der Politik- und Medienwissenschaftler Jan Gerber.

Freitag, 3. April 2009

Lesung: Wiglaf Droste

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Samstag, 28. Februar 2009

Stereo Total @ Beatclub

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